In der Kleinstadt Langenau, am Fuße der Schwäbischen Alb, wurde ich 1953 geboren. Bereits als Kind entdeckte ich – gefördert von meinem Vater – die Leidenschaft für das Fotografieren. Daher ist es verständlich, dass ich mit Zwanzig meinen erlernten Beruf als Technischer Zeichner aufgab, um eine Laufbahn als professioneller Fotograf einzuschlagen und damit das Hobby zum Beruf zu machen.
Bis zu meinem 30. Lebensjahr war ich Werbeleiter und Fotograf in einem Versandhaus. 1984 wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit und wurde freischaffender Fotograf. Meine Schwerpunkte weiteten sich neben der Mode- und Produktfotografie in die Industrie aus. Mit der Firma Peri –Schalungs- und Gerüstbau – bereiste ich große Teile Europas, bestieg manchen Wolkenkratzer und sogar Deutschlands höchsten Gipfel.
Heute wende ich mich vermehrt der Natur zu, welche auch schon seit meiner Jugend eine große Rolle spielt. Landschaftsfotografie, aber auch Fotoreportagen sind das Ergebnis meiner künstlerischen Arbeit. Gleichzeitig gilt mein Engagement dem Erhalt der Schöpfung und dem Schutz der Umwelt. Dabei hatte ich das Glück, das diese Arbeit anerkannt und honoriert wurde. Meine Fotos über das Lonetal und dessen Geschichte wurden nicht nur in Brüssel von der EU ausgezeichnet, sie fanden danach große Beachtung im Ulmer Museum. Dort bildeten die großformatigen Aufnahmen einen wesentlichen Teil der Dokumentation über den „Löwenmensch“. Ich bin stolz darauf, dass bei der Vergabe des Weltkulturerbes an die Höhlen des Lonetals meine Bilder in Krakau präsentiert wurden. Aus der Vielzahl beindruckender Aufnahmen aus der Region sind in den vergangenen Jahren erfolgreiche Kalenderprojekte entstanden. Ein weiterer wichtiger Abschnitt in meinem Leben war Afrika. Über 12 Jahre leistete ich aus tiefer Überzeugung soziale und humanitäre Hilfe in entlegenen und medizinisch unterversorgten Gebieten Kameruns und Tansanias. Die fotografische Aufarbeitung jener Aufenthalte musste hinter dem Engagement anstehen.
Im Alter von 60 Jahren befand ich mich in einer Schaffenskrise. Was lag näher, als wie Goethe, der sich in einer ähnlichen Gemütslage befand, sich auf den Weg nach Italien zu machen. Dabei entstand die Idee, ob es denn noch möglich ist fototechnisch die Eindrücke des großen Dichters von damals einzufangen. Bei den dreijährigen Reisen in das Land wo die Zitronen blühen, ahnte ich noch nicht, dass aus diesen Fotografien einmal solch ein großer Erfolg entstehen sollte. Der literarisch klassisch ausgerichtete Manesse Verlag entdeckte meine Italienbilder und ich betrachte es als den Höhepunkt meiner künstlerischen Arbeit, dass der Verleger zum 75jährigen Verlagsjubiläum mit meinen Fotos solch einen Prachtband entstehen ließ. Was mich besonders ehrt ist, dass der bekannte Literaturkritiker Denis Scheck in seinem Nachwort im Buch mich als Lichtkünstler und Jäger des Augenblicks lobt - welch größere Auszeichnung kann man als Fotograf bekommen? Bereits jetzt freue ich mich über mehrere Anfragen von verschiedenen Kultureinrichtungen, die gerne eine Ausstellung mit meinen Schwarzweißfotografien ausrichten möchten.
Während wir gerade das Erscheinen des Bildbandes feiern, entsteht schon eine neue herausfordernde fotografische Aufgabe. Das Landesamt für Denkmalpflege wird über das Weltkulturerbe Ach- und Lonetal ein Buch gestalten. Dafür erhielt ich den Auftrag Part der stimmungsvollen Bilder zu übernehmen.